Samstag, 1. Juni 2019

FC Oldtimers Horw – FC Lupol 1 - 3

D. Wyrsch*
Nach der Schmach in Zürich versuchte sich die Lupol um Wiedergutmachung, sowie für die Schweizermeisterschaften langsam aber sicher warm zu laufen. Diese Mission misslang zu Beginn komplett. Nur dank Hilfe von oben und dem Können des Torwarts endete die erste Halbzeit (1-1) nicht in einem Desaster. Im zweiten Durchgang konzentrierte sich jeder Spieler auf seine eigenen Fertigkeiten, man gewann mit der Zeit immer mehr die Überhand und beendete die Partie einigermassen versöhnlich, jedoch auch ein wenig glücklich mit 3-1.

Der FC Lupol erhoffte sich gegen seinen Lieblingsgegner aus Horw einen Exploit und eine massive Steigerung gegenüber den letzten eher unbefriedigenden Spielen. Schon beim zweiten Ballkontakt des Spiels durch Peyer, welcher Heini auf dem Flügel steil schicken wollte, lief schon einiges schief und man geriet in der ersten Hälfte zunehmend unter Druck. Die Horwer ihrerseits nützten die eklatanten Schwächen im Lupol-Mittelfeld gekonnt aus und drangen von Minute zu Minute immer wieder sehr gefährlich vor das Gehäuse des Captains, Garattoni. Dank der Abschlussschwäche der Gäste sowie den mindestens fünf “big saves“ durch Garattoni stand es bis zur 30. Minute immer noch 0-0. Die ganzen zehn Feldspieler erkannten daraufhin den Ernst der Lage immer noch nicht ganz und man gewährte den Oldtimers viel zu viel Raum, keine Zweikämpfe wurden gewonnen, nein, keine wurden wirklich angenommen. Die logische Folge war ein perfekter Angriff über die linke Angriffsseite, gegen welcher auch der einmal mehr sackstark aufspielende Goalie nichts mehr ausrichten konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte man sehr glücklich eine kleine Nachlässigkeit der Horwer-Hintermannschaft ausnutzen indem man den Ball aus 15 Metern hoch in die Mitte des Gehäuses wuchtig reindonnerte. Das Remis zur Pause schmeichelte jedoch sehr.

Dank einem dringend benötigten Weckruf und der kritischen Pausenansprache durch den Captain sowie den Coach versuchte man nun in der zweiten Halbzeit vieles besser zu machen. Es lief von nun an nicht perfekt, aber immerhin ein wenig besser als in Durchgang eins. Die eigene Verteidigung wurde zunehmend immer galliger und frecher. Sie setzte mit ihrer wiedererlangten Zweikampfstärke das eine oder andere Markenzeichen in Richtung Horw. Das Mittelfeld zog mit, rackerte und stopfte die in Halbzeit eins viel zu offenen Räume. Und vorne wurde nun vehement gepresst, Gras gefressen, so dass der Gegner zu Fehler gezwungen werden konnte. Mit dem Glück des Tüchtigen und der Entschlossenheit nicht als Verlierer aus Horw abzureisen, drosch Fischer in der 53. Minuten einen Flankenball in die rechte untere Torecke. Die an diesem Abend doch sehr starken Oldtimers liessen in der Folge nicht locker und versuchten immer wieder die offensiv stehenden Luzerner auszukontern, indem man über die Seite den Zug zum Ausgleich suchte. Nur dank ihrem erneuten Unvermögen im Abschluss sowie den starken Reflexen des Torwarts konnte der Gegentreffer vermieden werden. Mit der Einwechslung des Aggressivleaders sowie Star-Stürmer und GC-Liebhaber, Kerber, ging nochmals ein Raunen durchs Stadion. Nach diesem intelligenten Schachzug des Coaches spielten sich die Luzernern nun definitiv in einen kleinen Spielrausch, welcher auch in Solothurn erwartet wird. Der Gegner wurde von nun an klar dominiert und Chance um Chance wurden teils kläglich vergeben. Durch eine eingespielte Doppelpass-Stafette der Leuchtenstädter und den tödlichen Pass durch Fischer, setzte Peyer schliesslich den Horwern den Gnadenstoss, indem er das runde Leder am Goalie vorbei in die linke obere Torecke zimmerte. Leider verletzte sich Sekunden vor dem Schlusspfiff Innenverteidiger Buholzer während eines Rettungsversuches in typischer „Leeb-Manier“ und holte sich schliesslich das „obligate Zangli des Abends“ und ein leichtes Zwicken im Oberschenkel. ;-)

Das hart umkämpfte Derby gegen die Herren aus Horw war ein guter Test im Hinblick auf die Schweizermeisterschaften. Wenn sich nun jeder für den anderen verreissen wird, das Einfache, den schnörkellosen Fussball spielen und an das Geleistete der zweiten Hälfte anknüpfen wird, dann steht einem Erfolg in Solothurn absolut nichts im Wege.
Viel Glück in Solothurn und hopp Lozärn!

Tore: 31. Oldtimers Horw, 40. Peyer, 53. Fischer, 70. Peyer

FC Lupol: Garattoni, Wenzinger (41. Mirakaj), Haas, Buholzer (41. Gisler), Strickler, Kunz (41. Lindegger), N. Heer (60. Buholzer), Peyer, Heini (70. Wenzinger), Schindler (65. Kerber), Meisterhans (25. Isenschmid). S. Heer überzählig.
*Name der Redaktion bekannt!

1 Kommentar:

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