(LEB) Die Schweizer
Polizeifussballmeisterschaft vom 6. und 7. Juni 2024 wurde durch die
Kantonspolizei Aargau organisiert. Die Luzerner Polizei nahm mit zwei Teams
unter der Leitung von Patrick Joray und Philippe Kerber daran teil.
FC Luzerner Polizei 2
Die zweite Mannschaft startete
mit dem klaren Ziel Aufstieg in der Kategorie D. Taktisch versiert und mental
optimal durch Captain Domenic Wenzinger eingestimmt, sollte im ersten Spiel das
mit ehemaligen Fussballprofis bestückte Team der Zuger Polizei bezwungen
werden. Lange schien der Plan aufzugehen: Die Luzerner verteidigten geordnet
und liess wenige Chancen zu. Im Tor wuchs Goalie «Pfödi» Marbacher über sich
hinaus und hielte die Null fest. Schlussendlich aber wurde der Druck zu gross
und den Zugern gelang das einzige Tor des Spiels - ein schlechter Lohn für eine
starke Mannschaftsleistung und gleichzeitig ein herber Dämpfer in Sachen
Aufstieg. Diese grosse Enttäuschung schienen die Luzerner im zweiten Spiel
gegen den FC Kapo GR noch nicht vollständig verarbeitet zu haben. Trotz
überlegenem Start und dem frühen Führungstreffer per Penalty durch Basil Koch
gaben die Luzerner das Spieldiktat nach und nach aus der Hand und kassierten in
der Folge zwei Gegentore, womit auch das zweite Spiel verloren ging. Damit war
der Gruppensieg definitiv ausser Reichweite und es drohte gar, als
Gruppenletzter um den Ligaerhalt spielen zu müssen. Im dritten Gruppenspiel
gegen den FC Flughafen ZH bewies das Zwei jedoch deutlich, dass es sich bis
anhin unter seinem Wert verkauft hatte. Die nun wie befreit aufspielenden
Luzerner erzielten drei Treffer, womit sie die Partie 3:1 gewannen und die
Gruppenphase auf dem dritten Rang beendeten. Am Folgetag, beim Spiel um Platz 5
gegen den FC Kapo GE 2, legte das Zwei sogar noch einen Gang zu und schickte
die Genfer mit einer 4:1 Packung auf den Heimweg. Schlussendlich beendete das
Team unter der Leitung von Trainer Philippe Kerber die diesjährige Schweizer
Polizeifussballmeisterschaft auf dem 5. Schlussrang.

FC Luzerner Polizei 1
Als Aufsteiger spielte die 1.
Mannschaft des FC Luzerner Polizei dieses Jahr in der höchsten Kategorie um den
Schweizermeister-Titel. Am Vorabend des Turniers kam jedoch die
Hiobs-Botschaft: Zwei Spieler konnten krankheitsbedingt nicht nach Aarau
anreisen. Trainer Joray hatte deswegen wohl schon schlafreichere Nächte, als
jene vor der Schweizermeisterschaft. Dies liess er sich jedoch in der Kabine
vor dem ersten Spiel gegen den FC Stapo Zürich 1 nicht anmerken. Gemeinsam mit
Captain Roger Garattoni legte er die Weichen für etwas, das den Luzernern wohl
davor nur wenige zugetraut hätten: Mit einer abgeklärten Verteidigungsleistung
und zwei schnell und präzise ausgeführten Kontern besiegte das Eins die letztjährigen
Finalisten aus Zürich 2:0. Damit schien plötzlich alles möglich und so mancher
Luzerner Spieler träumte bereits vom Finale. Wie so oft im Sport wurde eine
solche Überheblichkeit im zweiten Spiel arg bestraft. Physisch und mental nicht
mehr auf der Höhe gingen die Luzerner gegen den FC Kapo Basel-Stadt sang- und
klanglos 0:3 unter. Zu keiner Zeit war man gegen diesen starken und
selbstbewussten Gegner zu einer Reaktion fähig. Doch damit nicht genug,
Torgarant «Giovanni» Lustenberger verletzte sich während des Spiels so schwer,
dass er das Turnier sofort beenden musste. So kam es, dass der FC Luzerner
Polizei 1 im letzten Gruppenspiel auf keinen Fall verlieren durfte, um am
nächsten Tag nicht noch gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Der letzte Gruppengegner,
der FC Kapo Bern, stand ebenfalls mit dem Rücken zur Wand und benötigte
zwingend drei Punkte. Entsprechend entschlossen starteten die Berner und rissen
das Spieldiktat an sich. Die Luzerner hielten jedoch dagegen, verteidigten
kompakt und kamen besser ins Spiel. Besonders einer schien besonders gewillt,
das Spiel zu gewinnen: Nicholas König. Immer wieder forderte er im Zentrum den
Ball und brachte diesen gefährlich in die gegnerische Platzhälfte. Nach einem
Einwurf auf Strafraumhöhe zog er unaufhaltsam vor der gegnerischen Verteidigung
in die Mitte und versenkte den Ball herrlich und unhaltbar im weiten Eck. Die
Berner, welche nun zwei Tore benötigten, schienen langsam zu verzweifeln und
waren lange nicht zu einer Reaktion fähig - bis der Ball plötzlich im Tor der
Luzerner lag und eine dramatische Schlussphase drohte. Altmeister Martin
Fischer bewies jedoch in den darauffolgenden Minuten, dass er immer noch
praktisch nicht vom Ball zu trennen ist, weshalb ihn die Berner nach einem
langen Ball in ihren Strafraum nur regelwidrig stoppen konnten. Den
anschliessenden Penalty verwandelte erneut Nicholas König zum 2:1 Schlussstand.

Mit diesem Sieg erreichte der FC Luzerner Polizei 1 in der Gruppenphase den
zweiten Rang und spielte am Folgetag gegen den FC Kapo Zürich 1 um Platz 3. Bei
beiden Mannschaften waren die Spuren der anstrengenden Gruppenphase nicht zu
übersehen und die Ersatzbanken wirkten auffallend leer. In der regulären
Spielzeit kam kein Team zu zwingenden Torchancen, weshalb das Penalty-Schiessen
entscheiden musste. Dieses endete 5:3 für die Zürcher, womit der FC Luzerner
Polizei 1 die Schweizer Polizeifussballmeisterschaft 2024 auf dem
hervorragenden 4. Schlussrang beendete.
Dank
Der FC Luzerner Polizei bedankt
sich bei der Kantonspolizei Aargau für das vorbildlich organisierte Turnier und
bei all seinen Sponsoren für die grosse Unterstützung. Giovanni, wir wünschen
dir eine rasche und vollständige Genesung - bis in zwei Jahren in Lausanne!
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