Dienstag, 11. Juni 2024

Schweizer Polizeifussballmeisterschaft 2024

(LEB) Die Schweizer Polizeifussballmeisterschaft vom 6. und 7. Juni 2024 wurde durch die Kantonspolizei Aargau organisiert. Die Luzerner Polizei nahm mit zwei Teams unter der Leitung von Patrick Joray und Philippe Kerber daran teil.

FC Luzerner Polizei 2

Die zweite Mannschaft startete mit dem klaren Ziel Aufstieg in der Kategorie D. Taktisch versiert und mental optimal durch Captain Domenic Wenzinger eingestimmt, sollte im ersten Spiel das mit ehemaligen Fussballprofis bestückte Team der Zuger Polizei bezwungen werden. Lange schien der Plan aufzugehen: Die Luzerner verteidigten geordnet und liess wenige Chancen zu. Im Tor wuchs Goalie «Pfödi» Marbacher über sich hinaus und hielte die Null fest. Schlussendlich aber wurde der Druck zu gross und den Zugern gelang das einzige Tor des Spiels - ein schlechter Lohn für eine starke Mannschaftsleistung und gleichzeitig ein herber Dämpfer in Sachen Aufstieg. Diese grosse Enttäuschung schienen die Luzerner im zweiten Spiel gegen den FC Kapo GR noch nicht vollständig verarbeitet zu haben. Trotz überlegenem Start und dem frühen Führungstreffer per Penalty durch Basil Koch gaben die Luzerner das Spieldiktat nach und nach aus der Hand und kassierten in der Folge zwei Gegentore, womit auch das zweite Spiel verloren ging. Damit war der Gruppensieg definitiv ausser Reichweite und es drohte gar, als Gruppenletzter um den Ligaerhalt spielen zu müssen. Im dritten Gruppenspiel gegen den FC Flughafen ZH bewies das Zwei jedoch deutlich, dass es sich bis anhin unter seinem Wert verkauft hatte. Die nun wie befreit aufspielenden Luzerner erzielten drei Treffer, womit sie die Partie 3:1 gewannen und die Gruppenphase auf dem dritten Rang beendeten. Am Folgetag, beim Spiel um Platz 5 gegen den FC Kapo GE 2, legte das Zwei sogar noch einen Gang zu und schickte die Genfer mit einer 4:1 Packung auf den Heimweg. Schlussendlich beendete das Team unter der Leitung von Trainer Philippe Kerber die diesjährige Schweizer Polizeifussballmeisterschaft auf dem 5. Schlussrang.







FC Luzerner Polizei 1

Als Aufsteiger spielte die 1. Mannschaft des FC Luzerner Polizei dieses Jahr in der höchsten Kategorie um den Schweizermeister-Titel. Am Vorabend des Turniers kam jedoch die Hiobs-Botschaft: Zwei Spieler konnten krankheitsbedingt nicht nach Aarau anreisen. Trainer Joray hatte deswegen wohl schon schlafreichere Nächte, als jene vor der Schweizermeisterschaft. Dies liess er sich jedoch in der Kabine vor dem ersten Spiel gegen den FC Stapo Zürich 1 nicht anmerken. Gemeinsam mit Captain Roger Garattoni legte er die Weichen für etwas, das den Luzernern wohl davor nur wenige zugetraut hätten: Mit einer abgeklärten Verteidigungsleistung und zwei schnell und präzise ausgeführten Kontern besiegte das Eins die letztjährigen Finalisten aus Zürich 2:0. Damit schien plötzlich alles möglich und so mancher Luzerner Spieler träumte bereits vom Finale. Wie so oft im Sport wurde eine solche Überheblichkeit im zweiten Spiel arg bestraft. Physisch und mental nicht mehr auf der Höhe gingen die Luzerner gegen den FC Kapo Basel-Stadt sang- und klanglos 0:3 unter. Zu keiner Zeit war man gegen diesen starken und selbstbewussten Gegner zu einer Reaktion fähig. Doch damit nicht genug, Torgarant «Giovanni» Lustenberger verletzte sich während des Spiels so schwer, dass er das Turnier sofort beenden musste. So kam es, dass der FC Luzerner Polizei 1 im letzten Gruppenspiel auf keinen Fall verlieren durfte, um am nächsten Tag nicht noch gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Der letzte Gruppengegner, der FC Kapo Bern, stand ebenfalls mit dem Rücken zur Wand und benötigte zwingend drei Punkte. Entsprechend entschlossen starteten die Berner und rissen das Spieldiktat an sich. Die Luzerner hielten jedoch dagegen, verteidigten kompakt und kamen besser ins Spiel. Besonders einer schien besonders gewillt, das Spiel zu gewinnen: Nicholas König. Immer wieder forderte er im Zentrum den Ball und brachte diesen gefährlich in die gegnerische Platzhälfte. Nach einem Einwurf auf Strafraumhöhe zog er unaufhaltsam vor der gegnerischen Verteidigung in die Mitte und versenkte den Ball herrlich und unhaltbar im weiten Eck. Die Berner, welche nun zwei Tore benötigten, schienen langsam zu verzweifeln und waren lange nicht zu einer Reaktion fähig - bis der Ball plötzlich im Tor der Luzerner lag und eine dramatische Schlussphase drohte. Altmeister Martin Fischer bewies jedoch in den darauffolgenden Minuten, dass er immer noch praktisch nicht vom Ball zu trennen ist, weshalb ihn die Berner nach einem langen Ball in ihren Strafraum nur regelwidrig stoppen konnten. Den anschliessenden Penalty verwandelte erneut Nicholas König zum 2:1 Schlussstand. 


Mit diesem Sieg erreichte der FC Luzerner Polizei 1 in der Gruppenphase den zweiten Rang und spielte am Folgetag gegen den FC Kapo Zürich 1 um Platz 3. Bei beiden Mannschaften waren die Spuren der anstrengenden Gruppenphase nicht zu übersehen und die Ersatzbanken wirkten auffallend leer. In der regulären Spielzeit kam kein Team zu zwingenden Torchancen, weshalb das Penalty-Schiessen entscheiden musste. Dieses endete 5:3 für die Zürcher, womit der FC Luzerner Polizei 1 die Schweizer Polizeifussballmeisterschaft 2024 auf dem hervorragenden 4. Schlussrang beendete.

Dank

Der FC Luzerner Polizei bedankt sich bei der Kantonspolizei Aargau für das vorbildlich organisierte Turnier und bei all seinen Sponsoren für die grosse Unterstützung. Giovanni, wir wünschen dir eine rasche und vollständige Genesung - bis in zwei Jahren in Lausanne!

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